• Im Rahmen des Kolloquiums Motivationspsychologie findet am 11. Juni 2021 folgender Vortrag statt:
    "Strengen sich Leistungsmotivierte stärker an? Studien zur kardiovaskulären und physischen Ressourcenmobilisierung"
    (Dr. Kerstin Brinkmann, Universität Genf)

    Zeit: 12:15 - 13:45 Uhr
    Ort: Zoom-Meeting
    https://fau.zoom.us/j/9334101807?pwd=VGxqV0JoaEVFNHlCTm82TE1NVWlxUT09
    Meeting-ID: 933 410 1807
    Kenncode: 059281

    Abstract
    Theorie und empirische Befunde zum Leistungsmotiv legen nahe, dass hoch leistungsmotivierte Menschen bei angeregtem Leistungsmotiv bessere Ergebnisse erzielen. Dies wirft die Frage auf, ob hoch Leistungsmotivierte in motivanregenden Situationen grundsätzlich mehr Anstrengung mobilisieren. Basierend auf der Theorie der Motivationsintensität (Brehm & Self, 1989) ist es plausibel anzunehmen, dass eine hohe Leistungsmotivation nur bei Aufgaben mit unklarer Schwierigkeit einen direkten Einfluss auf die Anstrengung hat. Bei Aufgaben mit klarer Schwierigkeit sollte die Anstrengung von der subjektiven Schwierigkeit abhängen und das Leistungsmotiv nur einen indirekten Einfluss ausüben. Im Vortrag werden verschiedene Studien vorgestellt, welche diese theoretischen Vorhersagen systematisch für kognitive wie für physische Anstrengung testeten. Bei kognitiven Aufgaben wurde die mobilisierte Anstrengung mittels der sympathischen Aktivität am Herzmuskel erfasst (pre-ejection period, PEP). Bei physischen Aufgaben wurde die ausgeübte Kraft (in Newton) bei einer Handkraftaufgabe gemessen. Im Einklang mit der Theorie der Motivationsintensität zeigen die Ergebnisse, dass die PEP-Reaktivität bzw. die Handkraft bei Bearbeitung einer einfachen Aufgabe gering und unabhängig vom Leistungsmotiv ist, während bei einer schwierigen oder unklaren Aufgabe hoch Leistungsmotivierte einen stärkeren Anstieg der PEP-Reaktivität bzw. eine stärkere Handkraft aufweisen als niedrig Leistungsmotivierte. Die Ergebnisse stützen damit den postulierten interaktiven Einfluss von Leistungsmotiv und Aufgabenschwierigkeit auf die Anstrengungsmobilisierung.


    CoverSchultheissMehta
  • Neuerscheinung: Handbuch zur sozialen Neuroendokrinologie (Buchbeschreibung)
    Oliver C. Schultheiss (FAU, Institut für Psychologie) hat im November 2018 gemeinsam mit seinem Kollegen Pranjal H. Mehta vom University College (London, UK) das „Routledge International Handbook of Social Neuroendocrinology“ herausgegeben. In 39 Kapiteln beschreiben darin Forscherinnen und Forscher aus Deutschland (unter anderem von Nicolas Rohleder, FAU), den USA, Israel, Kanada, den Niederlanden, Schweden und Großbritannien den gegenwärtigen Stand der Forschung über die Wechselwirkungen von Hormonen, Gehirn und sozialem Verhalten bei Mensch und Tier.